Zibibbo verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. - Mehr erfahren - Nachricht verbergen

Der italienische Reiskönig ist ein Zwerg
Mit Essen spielt man nicht. Werfen darf man Reis in Italien allerdings schon: Und zwar, um dem frisch vermählten Brautpaar eine glückliche und vor allem fruchtbare Ehe zu wünschen. Besonders fruchtbringend für Reis wiederum ist das Sumpfgebiet der „Bassa Veronese“, der Tiefebene südlich von Verona. Hier wird eine der kostbarsten Reissorten Italiens angebaut, der ursprungsgeschützte „Vialone Nano“, deutsch Zwerg-Vialone. Und damit wird nur einmal im Jahr geworfen: bei der Aussaat im Frühjahr.
Mehr erfahren
Dieser Wein ist aus dem Schneider
Eine Sache unter Männern. Alles begann mit einer Wette vor gut 50 Jahren. Damals hatte Domenico Adanti im umbrischen Bevagna ein Stück Land gekauft. Er wollte Wein anbauen wie ehedem die Mönche der Gegend. Wenn ein Möbelhändler gegen einen Schneider antritt, weil beide meinen, etwas vom Wein zu verstehen, geht die Geschichte so aus...
Mehr erfahren
Auch der Amarone braucht eine Psychologin
Elena ist Einzelkind. Und sie war das einzige Mädchen in der Familie Farina. Nie hatte sie daran gedacht, die Kellerei zu übernehmen. Ihr Vater hat ihr alle Wege offengelassen. Zudem gab es da ihre Cousins. Elena studierte Psychologie, wie sie es wollte. Dann kam alles anders. 2003 starb ihr Vater. Sie sah es als ihre Pflicht, weiterzuführen, was er aufgebaut hatte. Kurz vorher war ihr Cousin Claudio in die Kellerei eingetreten. Er hatte bis dahin in der Schuhbranche gearbeitet. Heute machen sie zusammen den besten Amarone, den die alteingesessene Kellerei in der Valpolicella je produziert hat. Vielleicht weil sie nicht nur an den Wein denken...
Mehr erfahren
Ein Krönchen für Richard
Wenn ein totgefeierter Wein aufersteht, kann das ruhig schräg sein. Anders würde ihn kein Weintrinker ernst nehmen. So bitzelt der Lambrusco auf der Zunge wie früher, doch ist er nicht mehr zwei-liter-billig und kopfweh-süß, sondern zeitgeistig leicht und belebend. „Wir machen den Lambrusco trocken, wie früher“, sagt Riccardo Bassoli, Juniorchef der gleichnamigen Kellerei in Carpi bei Modena. Nur im Outfit sind die Bassoli jetzt vornedran: für ihren Lambrusco stehen unterschiedliche Etiketten zur Auswahl. Je nach Laune der Kunden. Ganz lässt sich der Perlwein eben nicht bändigen. Oder wie trinken Sie den Lambrusco?
Mehr erfahren
Wie Alessandro Rossi den Bauern einen Floh ins Ohr setzte
Gut, sagten die sizilianischen Bauern, dann lassen wir die Orangen halt von den Bäumen fallen. Zu hässlich seien diese geworden für die Kunden, unverkäuflich, hatten die Händler vor 20 Jahren verfügt. Die Bauern suchten sich einen Job und aßen ihre Orangen fortan selber. Mit Alessandro Rossi konnte ja keiner rechnen. Aus dem Veneto im Norden fuhr er 2016 nach Sizilien, hob die unförmigen Orangen vom Boden auf, war betört von ihrem Duft und gründete eine Marmeladenmanufaktur. Die kaum exklusiver sein könnte.
mehr erfahren
Lucca Cantarin - Der Panettone mit dem großen O
„Schreiben Sie Lucca ruhig mit zwei c“, sagt er, „dann ist es richtig.“ Lucca hat den Fehler im Meldeamt von Arsego in der Region Veneto nie ausbessern lassen. Es macht ihn zu etwas Besonderem. Schon in der Schule haben seine Freunde immer gesagt, der Lucca will hoch hinaus. Jetzt trägt Lucca Cantarin eine hohe Konditormütze, philosophiert über die richtige Temperatur für Panettone und stellt die nationale Weihnachtstradition auf den Kopf. Den Cantarin-Panettone gibt es neuerdings das ganze Jahr. Wenn’s sein soll, auch am Strand. Seit Lucca Cantarin ist Weihnachten manchmal eben im August.
Mehr erfahren
Im Olivenhain hören dei Guglielmi das Gras waschsen
Seit drei Generationen stellen die Guglielmi in Andria kalt gepresstes Olivenöl her. Die Gegend rund um das Castel del Monte des Stauferkaisers Friedrich II. ist ein einziger großer Olivenhain. So scheint es. An einigen Regeln von Großvater Saverio halten die Guglielmi bis heute fest. Ihre Olivenbäume werden jedes Jahr geschnitten, jeder Baum wird künstlich bewässert. In Apulien kann man nicht nur auf Regen hoffen. Vor der Ernte wird rund um die Bäume das Gras gemäht und Unkraut gezupft. Jeder Baum mobilisiert noch einmal die letzten Kräfte.
Mehr erfahren
Die Geheimnisse der Trüffeljäger
Lange war Giampaolo Menichini selber Trüffeljäger. Bis er auf die Idee kam, die Glückssuche in eine Lebensgrundlage zu verwandeln. Seit 25 Jahren stellt er Saucen und Aufstriche mit Trüffel her. Aber woher kriegt er jetzt den Trüffel? Und geht da alles mit rechten Dingen zu? Trüffeljäger sind von Beruf wegen schweigsam, umso größer ist der Stolz, wenn man ihnen ein Geheimnis entlockt. Wie war das nochmal mit dem Trüffel und der Eiche, Giampaolo?
Mehr erfahren
Wenn schon Weihnachten, dann gleich vier Mal
Früher war es besser. Das trauen wir uns zu sagen. Es gab endlich einmal genug zu essen. Und es kamen jene Speisen auf den Tisch, von denen die Menschen das ganze Jahr nur träumten. Als wäre die Fee mit dem Zauberstab über das Land geflogen. Feiern die Italiener deshalb vier Mal Weihnachten?
Mehr erfahren
Der Weihnachtskuchen, den man nicht zu Hause backen kann
Sind Ihnen manchmal die Rosinen zu viel oder die kandierten Früchte zu überkandidelt? Der Teig zu trocken? Die Form nicht ideal? Seien Sie nicht so streng, bitte. Wir haben Lucca Cantarin kennengelernt, einen etwas extravaganter Zuckerbäcker in der Provinz Padua, der für seinen Panettone mehrfach ausgezeichnet worden ist. Wir wissen jetzt, wie es um den Panettone steht. Was für ein Meisterstück er ist, wenn er perfekt ist. Und warum der italienische Weihnachtskuchen nur mit Maschinen hergestellt werden kann. Echt jetzt? Klar, sagt Lucca, und fängt an uns vorzurechnen…
Mehr erfahren