Barbero Cioccolato: Pralinen aus dem Piemont

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, im Jahr 1881, beschloss der aus bescheidenen Verhältnissen stammende Marco Barbero aus Cherasco, den Beruf des Konditors zu erlernen und ging als Lehrling nach Turin. Einige Jahre später, als er nach Cherasco zurückkehrte, eröffnete er im Zentrum seiner Heimatstadt eine elegante Konditorei, die noch heute mit ihren Holzregalen, den Tischen aus weißem Marmor und den Messinglüstern die gleiche Eleganz wie damals bewahrt.

Barbero Cioccolato
 
Barbero Cioccolato Laden

Der edle Laden im Zentrum von Cherasco

Die Tische im Bistrot erinnern an die Damen, an den Adel und das Bürgertum, die hier früher auf Schokolade oder Tee kamen, in Gesellschaft der Offiziere der Garnison oder der Professoren des Liceo-Ginnasio: Pastonchi und Bontempelli. König Vittorio und der schöne Prinz Umberto kamen, auf der Suche nach Emotionen; aber auch Minister des Königs und der Republik, mächtige Industrielle und wagemutige Finanziers frequentierten die Pasticceria Barbero früher.

Barbero Cioccolato Besitzer

Ein jahrhundertealtes Erbe

Die Barbero-Schwestern, Erben von Marco, schenkten die Konditorei an Giancarlo Torta, weil er kein Konditor war: nur so, so glaubten sie, würden sie die Traditionen des Hauses von den Versuchungen der Innovation der neuen Besitzer schützen können. Torta ist dieser Verantwortung treu geblieben und hat nichts an den alten Rezepten des Hauses geändert. Mittlerweile sind neben Giancarlo Torta auch seine Kinder Luca und Christina in die süßen Fußstapfen des Gründers getreten. Die Besucher sind dabei so vielfältig und edel wie damals. Sie werden angelockt von den im Schaufenster ausgestellten Baci di Cherasco; die Spezialität aus dem Hause Barbero wird aus reiner dunkler Schokolade und handverlesenen piemontesischen Haselnüssen aus der Region Langhe nach dem traditionellen Rezept von Marco Barbero hergestellt.

Baci di Cherasco

Die süßen Küsse aus Cherasco

Die Baci di Cherasco (ital. baci, dt. Küsse) wurden als “Cioccolatini Fantasia” geboren; auch heute noch besteht eine ihrer Eigenschaften darin, dass sie sich voneinander unterscheiden, da die Schokolade willkürlich mit piemontesischen Haselnüssen vermischt wird: im Mund verwandelt sich die Extravaganz in Genuss. Ein wenig Innovation betreiben Giancarlo Torta, Luca und Christina aber doch und so haben sich in den Jahren, zu den klassischen Spezialitäten von Marco Barbero, doch einige neue süße Versuchungen gesellt. Die vielen süßen Köstlichkeiten, die in den hell beleuchteten Vitrinen der kleinen Konditorei in Cherasco liegen, finden daher schnell einen neuen Besitzer und werden in sorgfältig ausgewählten Verpackungen wie ein wertvoller Schatz nach Hause getragen.