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Die Alleskönnerin, die Taggiasca Olive

Eine besonders kleine und feine Olive aus Ligurien, die auf den ersten Blick völlig unscheinbar wirkt und in unterschiedlichen Größen und Farben Anfang November in die großen Netze der Olivenbauern fällt. Die ligurische Taggiasca Olive ist zwar klein, aber riesig im Geschmack. So hat sich die kleine Olive zu einer wahren Delikatesse und einem Alleskönner unter den vielen verschiedenen Olivensorten im Mittelmeerraum gemausert. Im 11./12. Jahrhundert haben Benediktinermönche diese Olivensorte von der französischen Insel Saint Honorant vor Cannes in die ligurische Stadt Taggia eingeführt und weiter gezüchtet. Daraus entwickelte sich die berühmte Taggiasca Olive, die besonders mild und rund im Geschmack kaum Bitterstoffe, aber einen hohen Ölanteil enthält.

Der Star der Blumenriviera

Durch die bergige Landschaft Liguriens war es schwierig Olivenhaine anzulegen. Das Klima ist jedoch vor allem im Hinterland von Imperia für den Olivenanbau optimal. Trockene Sommer, feuchte Winter und wenig Frost tragen dazu bei, dass die Oliven ihren besonders milden Geschmack erhalten. Deshalb wurden in der hügeligen Landschaft kleine Terrassen mit Trockenmauern angelegt, um Anbauflächen für die Olivenhaine zu schaffen. Die Haine ließen sich jedoch dadurch kaum maschinell bearbeiten, weshalb die Arbeit der ligurischen Olivenbauern bis heute hauptsächlich von Hand erledigt werden muss. Die aufwendige Ernte der Taggiasca Oliven macht sie daher noch wertvoller. Und so werden nur die besten, handverlesenen Oliven in Salz oder Öl eingelegt und als schmackhafte Speiseoliven genossen.

Das flüssige Gold Liguriens

Die kleine, grünlich-violette Olive aus Ligurien wird jedoch nicht nur als Speiseolive verarbeitet. Auch als hochwertiges, natives Olivenöl Extra verströmt sie einen besonders feinen Olivenduft mit mildem Fruchtaroma und zarten Noten von Mandeln und Pinienkernen. Das Olivenöl der Taggiasca Olive gilt als eines der mildesten Öle und ist deshalb unter Feinschmeckern und Kennern besonders beliebt. Jedoch ist es relativ selten, da sich das Anbaugebiet auf ein kleines Terrain im Westen Liguriens beschränkt – die Blumenriviera, insbesondere in den Tälern des Val Prino, Valle Argentina und Imperotals. Liguriens Olivenölproduktion macht deshalb nur einen geringen Anteil der gesamten Produktion in Italien aus. Der Anbau war sehr lange mühsam und kaum rentabel. Durch die aufwendige Ernte von Hand in den kleinen Terrassen wurden die Oliven früher so lange am Baum gelassen bis sie von selbst in die Netze fielen. Aber seit sich die Olivenbauern auf die besondere Qualität ihrer Taggiasca Olive fokussieren und damit besonders hochwertige Olivenöle erzeugen, lohnt sich der anstrengende Anbau wieder. Das wertvolle Öl aus der Taggiasca Olive wird dadurch wortwörtlich zum flüssigen Gold Liguriens.