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Wie man am Valentinstag das liebste Herz erwischt.

Wenn bei Ihnen rund um die Uhr die Nachtigall tirilliert, können Sie es am Valentinstag vielleicht mit Blumen und Pralinen probieren. Wir sagen, vielleicht. Geraten Ihre Gefühle denn so leicht in Wallung? Bei uns in Italien darf am 14. Februar lauwarm höchstens der Wind durch die frühen Strauchknospen streifen. Wenn Sie hingegen der Einzige und die Liebste sein wollen, werden Sie ein paar Nächte schlaflos liegen und über Ideen brüten für den Valentinstag. Die Liebe muss man bei der Gurgel packen, sagt ein italienisches Sprichwort. Früchte, Gewürze, Kräuter, Süßigkeiten, von denen man glaubt, sie wärmen Sinn und Lust, waren immer ein Muss auf jeder italienischen Tafel, an der irgendwelche Bande geknüpft werden sollten. Und meistens halfen die besten Köche mit Finkeleien nach.Als 1487 Annibale II. Bentivoglio in Bologna Lucrezia d’Este heiratete, so hat der Küchenhistoriker Massimo Montanari erforscht, strotzte der Platz vor dem Palast von frischem Obst und Gemüse und Blumen, und das mitten im Januar; aufgetischt wurden u.a. eine Burg aus Zucker, mit Zinnen und Türmen voll lebender Vögel, die im Saal aufflogen, gebratene Turteltauben, Zitrusfrüchte, geschmorte Rehe, die wieder in ihr Fell gesteckt wurden, Fasane, aus deren Schnäbeln Flammen schlugen, Marzipan, Gelee und als Bettnascherei mit kostbaren Weinen gewürztes Konfekt.

#1 Die anregende Form: kochen, dass die Angebeteten Augen machen.

Keine Scheu bitte vor dem großen Brimborium: Kerzen, Düfte, Geschirr, Musik. Egal was Sie denken: Es hilft immer. Achten Sie auf sprechende Formen und sinnliche Assoziationen auch bei Zutaten und Gerichten. Casanova soll täglich 50 Austern geschlürft haben, um gerüstet zu sein. Sie verstehen, oder? Nudeln sind an diesem Tag lieber lang, Kekse beschwören Kussmünder, Fisch und Meeresfrüchte nehmen in blühender Fantasie schlüpfrigste Gestalten an. Aale, Mandeln, Avocado, Bananen funktionieren auch. Wie wäre es mit Baci di Dama? Die traditonellen Mandelkekse aus dem Piemont ähneln den Lippen einer Dame beim süßen Kuss. Und vorneweg statt der üblichen Spaghetti die gekräuselten Mafalde aus Gragnano, der unbestrittenen Pastastadt nahe Neapel?

#2 Der prickelnde Gaumen: Mit dem Peperoncino hört alles auf.

Auf der Zunge soll es bitzeln. Als garantierter Scharfmacher unerreicht ist Peperoncino. Der in den Chili- und Paprikschoten enthaltene Wirkstoff Capsaicin fördert die Ausschüttung von Endorphinen und sorgt für wohlige Wärme im Körper. Wer lieber sanft startet, reicht ein Glas Lambrusco. Nein, nein, nicht den Kopfwehwein der Partys von früher, sondern den zeitgeistig belebenden und preisgekrönten aus der Modeneser Kellerei Bassoli. Lambrusco geht jetzt wieder in Italien. Bei Bassoli wählen Sie sogar ihr Etikett aus, je nach Laune. Dazu Mehrsalz-Grissini? Erdbeeren im scharfen Schokoladenmantel? Sehen Sie, schon haben Sie angebissen ...

#3 Das individuellste Aroma: Wenn Fenchel plötzlich Steine sprengt.

Es kann gut sein, dass kaum mehr etwas Sie überrascht. Geschmacklich. Vielleicht schaffen wir es trotzdem: Wie schmecken Paccasassi? Tatsächlich ist der Geschmack des Meerfenchels, der an der Adria wild zwischen Felsen wächst und die Steine zu sprengen scheint, schwer zu beschreiben. Wir lassen einen Kenner versuchen. Alessandro Babbini, Gesellschafter des Unternehmens Rinci, kennt Paccasassi seit seiner Kindheit in Ancona: „Paccasassi sind eine extrem aromatische Pflanze. Sie duften nach Meer und zugleich nach Erde. Ich schmecke Origano und Rosmarin heraus, im Nachgang etwas Zitroniges.“ Pikant daran: Es ist verboten, Paccasassi zu pflücken. In den Restaurants bekommt man sie unter der Hand, wenn man den Gastwirt kennt. Eine Ausnahme haben wir gefunden: Dem Unternehmen Rinci in den Marken ist es gelungen, Paccasassi zu züchten. Am Valentinstag müssen Sie das nicht unbedingt verraten. Oder Sie bringen sich ums Abenteuer ...

#4 Die Überraschung: das Vorhängeschloss an der Laternenbrücke.

Zuletzt: die Schlüsselprobe. Überraschen Sie Ihren Schwarm mit einem Vorhängeschloss, in das die Namen der Liebenden eingeprägt sind. Italienischer geht es kaum. Perfekt ist es, wenn Sie damit eine Reise nach Rom verbinden. Seit 2006 der Roman Ho voglia di te (deutsch: Ich steh auf dich) von Federico Moccia erschien, stürmen junge Liebende in ganz Europa die Brücken. Die Protagonisten des Buches hatten ein Schloss an eine Laterne der alten Ponte Milvio in Rom gehängt und danach den Schlüssel in den Tiber geworfen, zum Zeichen ewiger Liebe zueinander.

Sie haben bestimmt genügend vorgefühlt, damit die Schlossfantasie bei Ihnen gut und romantisch endet. Auf ewig dein?

Übrigens, wenn Sie nachts wieder ruhig schlafen wollen: Hier gibt’s die ZIBIBBO -Valentinsbox mit feurigem Geschmack, prickelndem Biss, anregender Form. Überrascht?