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Cantina Farina

Elena ist Einzelkind. Und sie war das einzige Mädchen in der Familie Farina. Nie hatte sie daran gedacht, die Kellerei zu übernehmen. Ihr Vater hat ihr alle Wege offengelassen. Zudem gab es da ihre Cousins. Elena studierte Psychologie, wie sie es wollte. Dann kam alles anders. 2003 starb ihr Vater. Sie sah es als ihre Pflicht, weiterzuführen, was er aufgebaut hatte. Kurz vorher war ihr Cousin Claudio in die Kellerei eingetreten. Er hatte bis dahin in der Schuhbranche gearbeitet. Heute machen sie zusammen den besten Amarone, den die alteingesessene Kellerei in der Valpolicella je produziert hat. Vielleicht weil sie nicht nur an den Wein denken.

über uns

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts produzieren die Farina in Pedemonte in der Valpolicella Wein. Die Kellerei ist ein Familienbetrieb. Drei Brüder haben den Anfang gemacht. Seitdem sieht das Statut vor, dass aus jeder Familie nur einer pro Generation in die Firma einsteigen darf. Verarbeitet werden Trauben aus 45 Hektar Land; nur 10 Hektar davon gehören den Farina, der Rest der Trauben wird von Bauern zugeliefert, mit denen die Familie seit vielen Jahren zusammenarbeitet. Bekannt ist die Kellerei für ihren Recioto und ihren Amarone, der erste ein berühmter Süßwein des Veneto, der andere ausgebaut wie ein Süßwein, jedoch mit leicht bitteren Noten.
"Wir wollen einen Amarone machen, der getrunken wird. Die Flasche soll nicht angebrochen auf dem Tisch stehenbleiben, weil man nur einen Tropfen verkostet hat."
Elena Farina
Winzerin

Die Rosinen aus dem Amarone

Genau genommen ist der Amarone ein Versehen. Adelino Lucchese entdeckte 1936 ein vergessenes Weinfass im Keller der Genossenschaft von Negrar. Als er den Wein, von dem er dachte, es wäre Süßwein, probierte, soll er ausgerufen haben: „È amarone!“ Also so was von bitter. Seitdem wird der Amarone bewusst und nach festen Regeln produziert. Bei Farina wird der Amarone aus den besten Corvina-Trauben hergestellt. Vier Monate lang werden die Trauben auf Plastikgittern getrocknet, regelmäßig gewendet und manchmal belüftet, bis sie aussehen wie Rosinen. Wehe, wenn die Trauben schimmeln oder faulen. Erst im Jänner darf gekeltert werden; dabei wird beim Amarone der gesamte Zucker in Alkohol umgewandelt. Anschließend reift der Amarone mindestens zwei Jahre im Eichenfass. Im alten Weinkeller der Farina sind die Fässer personalisiert. Jeder Besucher darf einen Kommentar darauf hinterlassen.