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Pastificio Carmiano

Nudel-Hauptstadt oder Maccheroni-Mekka: Wer im Städtchen Gragnano unweit von Neapel ein Pastificio betreibt, kann mit einem Image-Vorsprung rechnen – so berühmt ist die Pasta aus Gragnano. Manche bezeichnen sie sogar als beste Italiens. Mauro Sanfelice vom Pastificio Carmiano bleibt trotzdem so bescheiden wie seine Zutaten: „Das Geheimnis unserer Pasta ist Hartweizen in höchster Qualität, das Quellwasser aus den umliegenden Bergen und die traditionelle Herstellungsweise.“ Sonst nichts. Dieses Reinheitsgebot gilt für alle zwölf „Pastai“ der Stadt, die heute ihre Nudelwaren mit dem herkunftsschützenden Siegel „Pasta aus Gragnano“ zieren dürfen. Im Pastificio Carmiano ist man besonders konsequent: Manche Pastasorten werden hier noch von Hand geschnitten. „Wahrscheinlich sind wir die Einzigen, die das so machen“, meint Mauro Sanfelice. Nur auf die Wäscheleine müssen die Spaghetti nicht mehr.

"Die Produktion mit traditionellen Bronzematrizen garantiert eine raue Oberfläche, genau das suchen die Leute -für die perfekte Begegnung von Pasta mit Sauce."
Mauro Sanfelice
Geschäftsführer des Pastificio Carmiano

Die Würmchenmacher aus Gragnano

Gragnano liegt auf einem Hügel zwischen den Lattari-Bergen und der Amalfiküste, es gibt hier viel Sonne, eine leichte Meeresbrise und feuchte Luft, die vom nahegelegenen Golf von Neapel heraufströmt. Was die Wäsche zäh macht, ist ein Segen für die Produktion von Nudeln. Das fanden die Bewohner von Gragnano schon vor 500 Jahren heraus. Statt weißer Tischtücher hängten sie tageweise Spaghetti auf die Wäscheleine, schnell wurde daraus das sogenannte weiße Gold von Gragnano. Als einziger Ort Italiens darf die Stadt Gragnano ursprungsgeschützte Nudelwaren anbieten. Der offizielle Start der Produktion von „pasta secca“, trockener Pasta, war im 15. Jahrhundert: Ein Bewohner von Gragnano erhielt vom König von Neapel die erste Lizenz zum „vermicellare“, also vermicelli, kleine Würmchen, zu machen. Ab 1571 in Neapel als eigenständiges Handwerk anerkannt, wurden die Pastaproduzenten damals noch „Vermicellari“ genannt, heute bezeichnen sie sich in ganz Italien als „pastai“. Im 18. Jahrhundert gab es in Gragnano etwa 100 Pastaproduzenten, heute sind es nur noch wenige, die nach alter Handwerkskunst arbeiten. Auf die Wäscheleine darf die Pasta aus Hygienegründen nicht mehr, aber die Ziehmatrizen aus Bronzen schaffen nach wie vor die besondere Konsistenz und poröse Oberfläche, für die die Pasta aus Gragnano so berühmt ist.

Produkte des Herstellers

    Pastificio Carmiano
    Fresine di Gragnano IGP
    Pastificio Carmiano
    Fusilli Casarecci di Gragnano IGP
    Pastificio Carmiano
    Mafalde di Gragnano IGP
    Pastificio Carmiano
    Paccheri di Gragnano IGP
    Pastificio Carmiano
    Penne Rigate di Gragnano IGP
    Pastificio Carmiano
    Rigatoni di Gragnano IGP
    Pastificio Carmiano
    Spaghettoni di Gragnano IGP
    Pastificio Carmiano
    Tripoline di Gragnano IGP