Unterwegs in Südtirol

Die vielseitige Provinz ganz im Norden Italiens zeigt seine vielen Gesichter – mediterran und alpin zugleich gibt es in Südtirol einiges zu entdecken. Im Süden erstrecken sich endlos weite und warme Täler geprägt vom Weinbau, der traditionellen Südtiroler Apfelernte, mittelalterlichen Burgen und Schlössern sowie einer mediterranen Landschaft rund um den tiefblauen Kalterer See. Aber da gibt es auch noch die wilde und schroffe Seite Südtirols: die markanten Bergzüge der Dolomiten, die alpine Landschaft in den Naturparks rund um den Ortler, den höchsten Berg des Landes. Zwischendrin liegen glasklare Seen, rauschende Wasserfälle, himmlische Weiden und eine traditionelle und ebenso vielseitige Südtiroler Küche

Mediterraner Süden: Südtiroler Weinstraße und der Kalterer See

Durch das milde und mediterrane Klima ist der Süden Südtirols geprägt von zahlreichen weitläufigen Weinbergen, hügeligen Landschaften und historischen Ortschaften. Hier werden autochthone Rebsorten wie Vernatsch und Lagrein sowie der Südtiroler Gewürztraminer neben international erfolgreichen Weinen angebaut. Entlang mittelalterlicher Dörfer, vorbei an eindrucksvollen Burgen und Schlössern verläuft die älteste Weinstraße Italiens. Die Südtiroler Weinstraße versprüht eine einzigartige Atmosphäre und entführt in längst vergangene Zeiten. Auf den Plätzen und in den Gassen der Landeshauptstadt und Weinstadt Bozen lässt sich dieses südliche, italienische Lebensgefühl bei Cappuccino und Aperitivo auch hier sofort erkennen. Spätestens nach einem erfrischenden Sprung in den kühlen Kalterer See und einem Glas Wein an einem lauen Sommerabend in der warmen Rebenlandschaft entdeckt man die Liebe zu diesem Flecken Erde.

Alpiner Norden: Die Dolomiten und die bäuerlichen Traditionen

Der alpine und wilde Norden reizt hingegen mit einer ganz besonderen Felsformation, die seit 2009 zum UNESCO-Welterbe zählt. Die 350 Gipfel der Dolomiten sind über das ganze Land verteilt. Die markanten Formationen locken viele Wanderer nach Südtirol, die hier neben den schroffen und kargen Felsen aber auch himmlische Weiden auf weiten Hochalmen und glasklare Bergseen vorfinden. Hier haben sich die Südtiroler Bergbauern ihren Lebensraum geschaffen und bewirtschaften auf diesem unwegsamen Gelände ihr Stückchen Erde. Hier lebt auch eine der ältesten Schafrassen Südtirols, das durch seine markanten, dunklen Flecken um die Augen als Villnösser Brillenschaf bezeichnet wird. Die Bergschafe leben hier in freier Natur und genießen auf über 2.000 Metern feinste würzige Bergkräuter, wodurch ihr Fleisch besonders feinfaserig, zart und mild wird. Tradition und Nachhaltigkeit stehen bei den Südtiroler Bauern an erster Stelle. Durch artgerechte Haltung der Tiere und Liebe zum Handwerk entstehen hier einzigartige kulinarische Spezialitäten

Kulinarische Tradition: Marende, knackige Äpfel und der Südtiroler Speck

Die kulinarische Landschaft Südtirols ist so vielseitig und einzigartig wie seine Natur. Von knackigen Südtiroler Äpfeln bis hin zu würzigem Qualitäts-Speck und traditionellem Schüttelbrot. Im mediterranen Klima der Talböden wachsen die beliebten Südtiroler Äpfel. Sie finden in vielen verschiedenen Varianten ihren Weg auf unseren Tisch: ob im klassischen süßen Apfelstrudel, als getrockneter Bio-Snack, oder fruchtiger Durstlöscher als Apfelsaft. Einer der wichtigsten Zutaten der traditionellen Südtiroler Marende Brettljause neben Käse und Wein ist der Südtiroler Speck g.g.A. (geschützte, geografische Angabe). Der Südtiroler Speck wird in vielen traditionellen Südtiroler Gerichten verwendet, wie auch für die deftigen Speckknödel. Hergestellt mit einer feinen Gewürzmischung durchläuft er eine speziellen Kombination aus Reifungsmethoden aus dem Norden und dem Süden. Er wird dabei leicht geräuchert und zugleich luftgetrocknet und anschließend mehrere Monate an der kühlen Bergluft zur Reifung gelegt.